KBI Peter Gaus in den Ruhestand verabschiedet

Foto (C) Dominik Bartl:
v.l.: KBI Herbert Maurus, KBI Peter Gaus, KBI Andreas Küspert, KBR Johann Eitzenberger

Peter Gaus war seit 1991 Kreisbrandmeister, seit 2007 Kreisbrandinspektor für den südlichen Landkreis und seit 2016 ständiger Vertreter des Kreisbrandrats.

Kreisbrandinspektor Peter Gaus gehört aufgrund seines jahrzehntelangen, vorbildlichen und weit über das normale Maß hinausgehenden Engagements für seine Feuerwehr sowie für die Feuerwehren des ihm als KBM und KBI zugeteilten Gebietes zu den herausragenden Führungskräften in Bayern.

Unzählige Einsätze wurden von ihm als Kommandant erfolgreich geführt.
Eine Sonderstellung kommt ihm als Leiter der alle zehn Jahre in Oberammergau aufgestellten sog. „Passionsfeuerwehr” zu, für deren umfassende Ausbildung und erfolgreiche Tätigkeit er zuletzt im Jahr 2010 verantwortlich zeichnete und die er – ohne Corona – auch in 2020 zum Abschluß seiner großartigen Feuerwehrlaufbahn erneut geleitet hätte.

Große Verdienste erwarb er sich auch bei der umfassenden Betreuung der als Weltkulturerbe vorgeschlagenen und in seinem Schutzbereich liegenden Schlossanlage Linderhof im Bereich des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes.

Neben der erfolgreichen Abwicklung aller “regulären” Tätigkeiten, setzte er zudem Schwerpunkte im Bereich Ausbildung für Einsätze mit gefährlichen Stoffen sowie der allgemeinen Maschinistenausbildung, die unter seiner Führung über 30 Jahre jährlich in Oberammergau für den gesamten Landkreis durchgeführt wurde.

Aufgrund seiner umfangreichen und außerordentlichen Verdienste erhielt er 2013 des Steckkreuzes des Feuerwehr-Ehrenzeichens, die höchste staatliche Auszeichnung in Bayern, verliehen.

Peter Gaus hat als selbstständiger Elektromeister über Jahrzehnte seine persönlichen und beruflichen Interessen gegenüber dem ehrenamtlichen, freiwilligen Feuerwehrdienst hintenan gestellt und war bis zuletzt Tag und Nacht nicht nur einsatzbereit, sondern hat die Einsätze – egal ob klein oder groß – stets sorgsam und erfolgreich geleitet.

Bei den großen Einsätzen sind sicher die Hochwasserkatastrophen 1999, 2002 und 2005, der Großbrand 2005 in Schloß Elmau, der einen Großteil aller Feuerwehren im südlichen Landkreis forderte, aber auch die Mitwirkung bei den Sicherheitswachdiensten anläßlich des G7-Gipfels 2015 ebenfalls bei Schloß Elmau anzuführen.

Hier organisierte er zusammen mit den Oberammergauer Kameraden den Brandschutz für den Hubschrauberlandeplatz zusammen mit der Bundespolizei-Hubschrauber-Staffel.

Im August ging nach 51 Jahren Feuerwehrdienst ohne Zweifel nicht nur eine vorbildliche Feuerwehrlaufbahn zu Ende, sondern das Feuerwehrwesen im Landkreis verliert auch einen herausragenden aktiven Kameraden, dem wir jedoch auch in seinem wohlverdienten “Feuerwehr-Ruhestand” noch lange freundschaftlich und kameradschaftlich verbunden sein werden.